12 Frauen absolvieren erfolgreich die Ausbildung zur Hospizbegleiterin beim Hospizverein Schwandorf
Mit großer Freude konnte der Hospizverein Schwandorf am 19. und 20. Juni 2026 im Haus der Begegnung im Kloster Strahlfeld den erfolgreichen Abschluss der diesjährigen Ausbildung zur Hospizbegleiterin feiern. Insgesamt zwölf engagierte Frauen erhielten im Rahmen einer Feierstunde ihre Zertifikate sowie ein kleines Präsent, überreicht von der 1. Vorsitzenden Gisela Pöhler und den Koordinatorinnen des Vereins Monika Kagerer, Tatjana Wein, Iris Wotschach und Cornelia Straßburger.
Die Ausbildung umfasste 100 Stunden theoretischen Unterricht, der von qualifizierten Referentinnen und Referenten gestaltet wurde. Ergänzt wurde dieser durch ein 20-stündiges Praktikum, in dem die Teilnehmerinnen erste praktische Erfahrungen sammeln konnten. Das Ausbildungsprogramm entspricht dem Curriculum des Deutschen Hospiz- und Palliativverbands (DHPV) und vermittelt die Grundlagen für die Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen sowie ihrer Angehörigen. Zu den Ausbildungsinhalten gehörten unter anderem die Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit, Spiritualität, Kommunikation, Trauerbegleitung, Rituale, die Würde des Menschen, der Umgang mit Demenz, ethische Fragestellungen sowie Einblicke in die Palliativmedizin. Die Ausbildung bereitet die angehenden Hospizbegleiterinnen auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe vor, Menschen in einer besonders herausfordernden Lebensphase einfühlsam zu begleiten sowie deren Angehörige mit Zeit, Trost und menschlicher Nähe zu unterstützen. Der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung zeigt das große Engagement und die Bereitschaft der Teilnehmerinnen, sich intensiv mit den Themen Sterben, Tod und Trauer auseinanderzusetzen. In ihrer Ansprache dankte Gisela Pöhler den Absolventinnen sowie dem Ausbildungsteam herzlich für ihren Einsatz und ihr Engagement. Mit ihrer Bereitschaft, sich diesen Themen in einer intensiven persönlichen Auseinandersetzung zu widmen und sich gegebenenfalls auch anschließend ehrenamtlich in der Hospizarbeit einzubringen, leisten sie einen wertvollen Beitrag für die Gemeinschaft. Wie bereits in den vergangenen Kursen entwickelte sich auch diese Ausbildungsgruppe während der fünf gemeinsamen Monate zu einer vertrauensvollen Gemeinschaft. Die Teilnehmerinnen lernten nicht nur von den Referierenden, sondern auch voneinander und erlebten die Ausbildung als wertvolle Bereicherung für ihre persönliche Entwicklung. Als Zeichen ihres Dankes überreichten sie dem Koordinatorinnenteam ein Geschenk für die engagierte und wertschätzende Begleitung während der gesamten Ausbildungszeit.
Begegnungstag fördert Austausch und Vernetzung
Am darauffolgenden Tag fand ein Begegnungstag mit den bereits aktiven Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleitern des Vereins statt. Rund 40 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit zum persönlichen Austausch, zur Vernetzung und zur gemeinsamen Weiterentwicklung. Als Referentin konnte Barbara Mallmann von „beherzt begleiten“ gewonnen werden. Die erfahrene Persönlichkeit im Hospiz- und Palliativbereich verfügt über langjährige praktische Erfahrung in der Begleitung schwerstkranker Menschen. Mit ihrer fachlichen Kompetenz und ihrer praxisnahen Art gestaltete sie den Begegnungstag abwechslungsreich, informativ und inspirierend. Im Mittelpunkt standen das gegenseitige Kennenlernen der neuen Kursabsolventinnen mit den bereits aktiven Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleitern, den Vorstandsmitgliedern sowie allen weiteren im Hospizverein engagierten Personen. Darüber hinaus erhielten die Teilnehmenden einen umfassenden Einblick in die Strukturen des Vereins und seine vielfältigen Aufgabenbereiche. In Kleingruppen wurden die unterschiedlichen Tätigkeitsfelder mit ihren Aufgaben, Verantwortlichkeiten, Stärken und Herausforderungen gemeinsam erarbeitet. Dadurch gewannen die Teilnehmenden Einblicke in Bereiche, mit denen sie bislang nur wenig Berührung hatten. Gleichzeitig wuchs das Verständnis für das Zusammenspiel der verschiedenen Dienste und Verantwortungsbereiche innerhalb des Hospizvereins. Der intensive Austausch führte zu zahlreichen neuen Erkenntnissen sowie zu wertvollen Impulsen und Ideen für die zukünftige Zusammenarbeit.
Zum Abschluss dankte Gisela Pöhler der Referentin Barbara Mallmann für die fachlich fundierte, abwechslungsreiche und kurzweilige Gestaltung des Begegnungstages, die selbst den hochsommerlichen Temperaturen trotzte. Ebenso sprach sie allen Teilnehmenden ihren Dank für den engagierten Austausch, das große Interesse und ihre Bereitschaft aus, die Hospizarbeit im Verein auch künftig gemeinsam weiterzuentwickeln.
Bei der Jahreshauptversammlung am 23. April 2026 im Bruder-Gerhard-Hospiz standen neben Berichten auch Neuwahlen im Mittelpunkt. Erste Vorsitzende Gisela Pöhler begrüßte zahlreiche Mitglieder und
blickte auf ein arbeitsreiches Jahr 2025 zurück. In ihrer Ansprache betonte sie die wichtige Rolle der Trauer- und Sterbebegleiter: Sie seien das Fundament der Vereinsarbeit. Seit der Gründung im
Jahr 2004 habe man gemeinsam mit vielen Engagierten viel erreicht.
Zahlen und Engagement
Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 106 Hospizbegleitungen durchgeführt, davon 20 im stationären Hospiz. Aktuell begleitet der Verein 54 Menschen im Landkreis. Insgesamt zählt der Verein 241
Mitglieder, darunter 200 Einzelpersonen, 29 Familien sowie 12 Institutionen. 86 aktive Hospizbegleiter sowie 13 Trauerbegleiter engagieren sich derzeit. Der Verein wachse stetig, wenn auch
langsam, so Pöhler. Gleichzeitig bleibe es eine Herausforderung, neue Mitglieder zu gewinnen, da viele Menschen wahrscheinlich noch immer Berührungsängste mit den Themen Tod und Sterben hätten.
In ihrem Rechenschaftsbericht verwies die Vorsitzende auf zahlreiche Termine: fünf Vorstandssitzungen, Klausurtagungen, Netzwerktreffen sowie Spenden- und Pressetermine. Für ihr Ehrenamt legt sie
jährlich rund 5500 bis 6000 Kilometer zurück.
Vielfältige Hospiz- und Trauerarbeit
Die Berichte zeigten die große Bandbreite der Vereinsarbeit. Neben den Hospizbegleitungen wurden Trauerangebote weiter ausgebaut. Dazu zählen neben den bestehenden Einzelgesprächen und der
monatlichen offenen Trauergruppe „Trost-Raum“, Trauerwanderungen sowie kreative Angebote für trauernde Kinder und Jugendliche. Ein neues Projekt ermöglicht es jungen Betroffenen, beim gemeinsamen
Malen Trost zu finden. Zudem befindet sich ein spezialisiertes Angebot für Familien beim frühen Verlust eines Kindes – auch pränatal - im Aufbau. Hierfür wurde Hospiz- und Trauerbegleiterin
Simone Frank eigens ausgebildet, um später betroffene Familien in akuten Situationen zu begleiten. Auch über die Koordinatorinnentätigkeit wurde stellvertretend für das Team durch Monika Kagerer
über die intensive Arbeit mit den Ehrenamtlichen berichtet, darunter Fortbildungen, Supervisionen sowie der Hospizbegleiterkurs mit 14 Teilnehmern. Aktuell läuft der jährlich durchgeführte
Ausbildungskurs im Marienheim Schwandorf mit 14 Teilnehmerinnen. Die Zusammenarbeit mit externen Pflegeeinrichtungen und Netzwerkpartnern wurde als sehr positiv hervorgehoben. Zu den besonderen
Veranstaltungen zählten unter anderem der Welthospiztag in der Spitalkirche mit dem Kabarettisten Martin Rassau sowie der Besuch von Monika Gruber im Hospiz.
Satzungsänderung und Neuwahlen
Nach dem Kassenbericht und der Entlastung des Vorstands wurde eine überarbeitete Satzung einstimmig beschlossen. Die Neuwahlen leitete Vereinsmitglied Rechtsanwalt Kurt Mieschala. Dabei wurde
Gisela Pöhler als 1. Vorsitzende bestätigt. Neue 2. Vorsitzende ist Sybille Huber. Gerd Reimer übernimmt das Amt des Schatzmeisters, Julia Montaser wurde zur Schriftführerin gewählt.
Beisitzerinnen sind künftig Simone Frank, Brigitte Molch, Karin Pötzl und Evi Reil. Zu Kassenprüferinnen wurden Gerda Ordon und Rosi Pretzl gewählt.
Ehrung für Angela Krüger
Ein besonderer Moment war die Ehrung von Angela Krüger. Die Mitgründerin des Vereins hatte sich über viele Jahre hinweg, unter anderem als 2. Vorsitzende, engagiert und stellte sich nicht mehr
zur Wahl. Für ihren langjährigen und unermüdlichen Einsatz wurde sie zum Ehrenmitglied ernannt.
Am 2. Samstag im Oktober findet jährlich der Welthospiztag statt.
Ein Zeitpunkt, der einlädt, die sensiblen Themen Sterben, Tod und Trauer in die Öffentlichkeit zu bringen.
Der Hospizverein Stadt und Landkreis Schwandorf lud zu diesem Anlass am 19.11.25 zu einer besonderen Öffentlichkeitsveranstaltung in die Spitalkirche ein. Erste Vorsitzende Gisela Pöhler begrüßte zu Beginn die zahlreichen Gäste in der bis auf den letzten Platz besetzten Spitalkirche sowie den Referenten Martin Rassau, vielen bekannt als Teil des Kult-Duos Waltraud und Mariechen im „Frankenfasching“, aufs Herzlichste. Anlässlich des Welthospiztages folgte im Anschluss der Impulsvortrag unter dem Titel „Lachen tötet die Furcht – Ein Komödiant zum Thema Tod“.
Bereits zu Beginn machte der Künstler deutlich, dass sein Zugang zu den Tabubereichen Tod und Sterben kein theoretischer ist. Offen sprach er über seine persönlichen Erfahrungen: den frühen Tod
seines Bruders, den Verlust seines Vaters sowie Abschiede von Freunden und Kollegen. Diese Begegnungen mit der Endlichkeit hätten ihn geprägt – als Mensch ebenso wie als Bühnenfigur, erläuterte
Rassau. Trotz der ernsten Thematik gelang es ihm, die Zuhörerinnen und Zuhörer immer wieder zum Schmunzeln zu bringen. Mit seiner gewohnt frisch-fränkischen Art setzte er humorvolle Spitzen, die
nie respektlos wirkten, sondern das schwere Thema auf natürliche Weise zugänglich machten. Immer wieder griff er dabei in sein „blaues Schatzkästlein“, aus dem er passende Kurzgeschichten,
pointierte Sprüche und ausgewählte Zitate hervorzauberte. Eines davon – „Man sollte heute das tun, von dem wir uns morgen wünschen, es gestern getan zu haben.“ – blieb vielen Gästen besonders im
Gedächtnis und brachte die Grundhaltung des Abends treffend auf den Punkt. Ein besonderes Anliegen war Rassau außerdem die Bedeutung des Ehrenamtes. Es sei eine tragende Säule unserer
Gesellschaft, betonte er und berichtete von seinem eigenen langjährigen Engagement. Durch die frühe Erkrankung seines Bruders habe er zunächst in der Hepatitis-Selbsthilfe und später in der
Aids-Hilfe mitgewirkt. Über seinen Hausarzt Dr. Hanke, einem Pionier der Hospiz- und Palliativbewegung, fand Rassau schließlich zur Hospizarbeit. Heute setzt er sich dafür mit großer Überzeugung
ein und nutzt seine prominente Bühnenfigur gerne, um als Botschafter für die Hospizidee zu wirken.
Zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich erste Vorsitzende Gisela Pöhler herzlich bei Martin Rassau für den eindrucksvollen Impulsvortrag, mit dem er sehr lebensnah nicht nur zum Nachdenken
angeregt, sondern auch die Bedeutung der Hospizarbeit nähergebracht hat. Der Hospizverein zeigte sich sehr zufrieden mit der großen Resonanz und viele Besucherinnen und Besucher bedankten sich im
Anschluss für einen Abend, der Mut machte, das Thema Sterben offen anzusprechen – ohne Pathos, aber mit Herz und einer Prise fränkischem Witz. Mit dieser Veranstaltung konnte ein deutliches
Zeichen gesetzt werden: Humor und Hospizarbeit schließen einander nicht aus – im Gegenteil, sie können gemeinsam Wege eröffnen, die Angst vor dem letzten Lebensabschnitt zu mindern.
Seit 1. August 2025 haben wir eine neue Team-Kollegin und Koordinatorin:
Iris Wotschach ist ausgebildete Krankenschwester, hat 22 Jahre in einem
stationären Hospiz in Franken gearbeitet und die letzten acht Jahre als
Koordinatorin in einem Hospizverein. Aus familiären Gründen ist sie nun
in die Nähe ihrer Töchter in die Oberpfalz gezogen.
Wir heißen Iris nun ganz herzlich willkommen in der Oberpfalz,
in unserem Hospizverein und unserem Büro-Team 😊!
14 Frauen absolvieren erfolgreich die Ausbildung zur Hospizbegleiterin beim Hospizverein Schwandorf
Mit großer Freude konnte der Hospizverein am 06.06.25 im Haus Johannisthal den Abschluss der diesjährigen Ausbildung zum Hospizbegleiter feiern. Insgesamt 14 engagierte Frauen erhielten im Rahmen einer Feierstunde ihr Zertifikat sowie ein kleines Geschenk, überreicht von der 1. Vorsitzenden Gisela Pöhler und den Koordinatorinnen des Vereins, Monika Kagerer und Tatjana Wein.
Der Kurs umfasste insgesamt 100 Stunden theoretische Ausbildung, die von qualifizierten Referenten unterrichtet wurden. Ergänzt wurde die Ausbildung durch ein 20-stündiges Praktikum, in dem die Teilnehmerinnen praktische Erfahrungen sammeln konnten. Das umfangreiche Programm entspricht dem Curriculum des DHPV und deckte zentrale Themen ab, die für die Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen essenziell sind. Dazu gehörten unter anderem die eigene Endlichkeit, Spiritualität, Kommunikationsmodelle, Trauerarbeit, Rituale, Würde des Menschen, Umgang mit Demenz und ethischen Fragen sowie Einblick in die Palliativmedizin.Die Ausbildung soll die Frauen optimal auf ihre wichtige Aufgabe vorbereiten, Betroffene und deren Angehörige in einer der schwierigsten Lebensphasen beizustehen, ihnen Trost sowie Unterstützung zu bieten. Die erfolgreiche Absolvierung zeigt das große Engagement und Interesse, sich mit den sensiblen Themen Sterben, Tod und Trauer auseinanderzusetzen.
Gisela Pöhler bedankte sich herzlich bei allen Teilnehmerinnen, Referenten und Kursleitern für ihr Engagement und ihre Bereitschaft, sich in diesem bedeutenden Bereich zu engagieren. Gemeinsam setzen sie ein starkes Zeichen für Mitmenschlichkeit und Unterstützung in der Gemeinschaft. Im Laufe der fünfmonatigen Ausbildungszeit sind auch die Kursteilnehmerinnen zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen und haben voneinander gelernt. Die scheidende Ausbildungsgruppe bedankte sich bei Monika Kagerer mit einem Geschenkkorb für die engagierte und vertrauensvolle Begleitung durch die gemeinsamen Kurswochen. Sie haben die Ausbildung als wertvolle Bereicherung für ihre persönliche Entwicklung erlebt, so die neu zertifizierten Hospizbegleiterinnen.
Am nächsten Tag fand ein besonderer Begegnungstag mit bereits aktiven Hospizbegleitern statt. Insgesamt 50 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, sich auszutauschen, neue Impulse zu erhalten und ihre Erfahrungen zu teilen. Als Referent und Dozent konnte der Hospizverein den bekannten Kommunikationsexperten Alexander Veit zum Thema „Körpersprache“ gewinnen. Den Teilnehmenden wurden interessante Informationen vermittelt und sie konnten auch in praktischen Übungen ihre Fähigkeiten im Umgang mit Körpersprache vertiefen.
Der Austausch und das Wiedersehen unter den Hospizbegleitern wurden von allen sehr geschätzt. Der Tag bot eine wertvolle Gelegenheit, sich gegenseitig zu inspirieren, voneinander zu lernen und die Gemeinschaft innerhalb des Vereins zu stärken. Gisela Pöhler bedankte sich abschließend beim Referenten und bei allen Teilnehmenden für den gemeinsamen interessanten Tag und die Bereitschaft, sich kontinuierlich weiterzubilden.
